2021

 In den vergangenen Jahren hat das Sozialdorf mehr und mehr Bekanntheit in Kirgistan erlangt, immer wieder bringen Menschen und Organisationen Spenden – vor allem Lebensmittel und Kleidung.
2021 wurde dafür ein Lebensmittellager neben der Sommerküche gebaut. Sapia, eine der Hauswirtschaftlerinnen, dokumentiert sehr genau welche Spenden wurden und wie viele Lebensmittel für jede Woche benötigt werden.

Auf Empfehlung des Tierarztes wurde ein Stall für die Schafe gebaut, damit Schafe und Kühe in getrennten Ställen leben.
Dank einer großzügigen Spende vom Rotary Club Singen konnte das Sozialdorf 3 Kühe kaufen, von denen 2 trächtig waren.
Im Sozialdorf leben im Moment 8 Kühe, 6 Kälbchen und 16 Schafe.

 

 

2020

Von September 2019 bis Frühjahr 2020 haben vier Bewohner*innen das Lyzeum 43 in der Nähe des Flughafens besucht und wurden im Bereich Nähen, bzw. biologischer Gartenbau fortgebildet. Andere Bewohner*innen absolvierten vor ihrer Zeit im Sozialdorf dort eine reduzierte Ausbildung zum/zur Koch/Köchin oder Computerspezialist*in.
Geplant war ein Vertrag zwischen dem Sozialdorf und dem Lyzeum 43, aufgrund der Pandemie konnte dieser allerdings nicht umgesetzt werden. Die Bewohner*innen mussten aus diesem Grund auch früher als geplant zurück ins Sozialdorf.
2020 wurde eine Fördergruppe für schwächere Bewohner*innen geschaffen, die nicht in der Filzwerkstatt arbeiten können und in der Werkstattzeit von der Sozialpädagogin betreut und gefördert werden.
Ein Großteil des Jahres, ebenso wie 2021, befand sich das Sozialdorf in einer strengen Quarantäne. Besucher*innen war es nicht gestattet, die Häuser zu betreten. Die Mitarbeiter*innen haben über Monate mit Mund-Nasen-Schutz gearbeitet. Damit die Mitarbeiter*innen auf dem Arbeitsweg mit möglichst wenigen Menschen Kontakt hatten, hat eine von ihnen alle außerhalb wohnenden täglich mit dem Auto abgeholt und wieder nach Hause gebracht.

  

2019

 2019 wurde das 15 jährige Jubiläum des Sozialdorfs in Bischkek gefeiert, neben Mitgliedern des Fördervereins waren verschiedene Politiker*innen und Künstler*innen geladen, ebenso wie Vertreter*innen anderer NGOs in Kirgistan.
Mit Hilfe von großzügigen Spenden war es 2019 möglich, das Heizungssystem und die Heizbrenner zu erneuern. Dadurch werden die Räume im Winter warm und die Hauswirtschaftlerinnen müssen seltener Kohle nachlegen.
Ein weiteres Projekt war der Bau einer überdachten Veranda neben dem 2. Haus. Im Sommer werden hier Feste gefeiert, geredet, getanzt und Gymnastik gemacht. Die alten Sofas aus dem Haus laden zum Ausruhen ein.

   

2018

 2018 fand das zweite Wasserprojekt mit Peter Wicke statt, wieder ist er über den SES ins Sozialdorf gekommen. Bei seinem Einsatz stand der Bau einer Regenwassersammelanlage auf dem Programm, in diese Zisternen kann im Sommer auch Wasser aus dem Kanal geleitet werden. Durch eine relativ einfache und leicht zu reparierende Filteranlage kann ein Teil des Wassers gereinigt und als Trinkwasser genutzt werden. Mehr Fotos der Zisternen unter “Bilder”.
Darüber hinaus wurden im 1. Haus die alten Fenster durch Isolierglasfenster ersetzt. Zuvor konnten die Fenster in den meisten Räumen nicht geöffnet werden und die Fenster waren undicht, was vor allem im Winter für ungemütliche Temperaturen in den Räumen gesorgt hat. Die neuen Fenster lassen sich öffnen, verfügen über Fliegengitter und isolieren gut.

 

2017

2017 war ganz im Zeichen der Eröffnung der 1. Außenwohngruppe, in Kirgistan überhaupt!!! Im Frühjahr sind die ersten vier Bewohner*innen eingezogen. Sie bewohnen die erste Wohngruppe für Menschen mit Behinderung Kirgistans. Dass Menschen mit Behinderungen in Form einer Wohngemeinschaft selbständig zusammen leben und eigenständig arbeiten ist dort bisher unbekannt. Das Sozialdorf betritt wieder Neuland und das gesamte Projekt gilt als Pionierprojekt mit Vorbildstatus.

Ohne die Hilfe des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ,www.bmz.de), wäre es nicht möglich gewesen diese große Investition zu leisten.

Den Garten und Pflanzenbau hat Sebastian auf Vordermann gebracht. Der Agraringenieur war als Freiwilliger im Sozialdorf Manas und hat Großartiges geleistet. Im großen Gemüsegarten der Aussenwohngruppe werden im Sommer eine Vielzahl schmackhaften Gemüses wachsen. Dank seiner Initiative und mit Unterstützung der Deutschen Botschaft in Bischkek.

 

 

2016

Anfang 2016 ermöglichten zwei Großspenden den Kauf von 4 Kühen und 20 Schafen. Damit ist der Grundstein für eine erfolgreiche und produktive Landwirtschaft gelegt. Getreu dem Motto: Hilfe zur Selbsthilfe.
Eine von manchen Bewohner*innen des Sozialdorfs schon lange Zeit gewünschte Entwicklung wurde angegangen: Die Planung einer Aussenwohngruppe. Mit Hilfe des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und dank der großartigen Spendenbereitschaft von Vielen, wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen: Der Kauf und behindertengerechte Umbau eines Hauses (Für mehr Informationen siehe die entsprechende Seite: Außenwohngruppe).

Stall

 

2015

 

2015 war der Stallbau ein Haupt-Entwicklungsschritt im Sozialdorf, den wir vom Förderverein begleitet und unterstützt haben. Die Landwirtschaft soll einerseits einen Beitrag zur Versorgung des Sozialdorfs leisten, ist andererseits aber auch ein wichtiger Arbeitsbereich für Bewohner*innen. Auch ein Hühnerstall bietet Bewohner*innen die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen.

Stall

2014

Überführung eines kleinen LKW von Deutschland nach Kirgistan, durch das Baltikum, vorbei an Moskau, Kasan und Ufa, über den Ural, durch Kasachstan, wo wir Astana besuchen, bis ins Sozialdorf Manas, was wir nach 17 Tagen und 7.000 km wohlbehalten erreichen.

Sprintertour

Die zweite Generation Freiwilliger ist da: Sonja und Malin.

Sonja-Malin

Die Planungen für den Bau eines Stalls für die Tiere des Sozialdorf Manas, für Milchkühe, Jungvieh und Schafe beginnt. Dank der Unterstützung durch Acacia aus Basel, den Fonds für Entwicklungszusammenarbeit, und mit Hilfe des Fördervereins kann der Stall gebaut werden.

Stallplanung

 

2013

Die Bauarbeiten für das zweite Wohnhaus sind in den letzten Zügen und beanspruchen alle Kraft und Energie der Beteiligten. Die Eröffnung des Hauses ist am 29. Mai 2013. Anwesend die Deutsche Botschafterin Gudrun Sräga, der kirgisische Sozialminister und viele andere Honoratior*innen. Aber auch alte und neue Bewohner*innen des Sozialdorfs.

Hauseröffnung

Unser 1. Praktikant wird im Sozialdorf erwartet : Jürgen Stich, ein Maschinenbaustudent aus München. Er lebt und arbeitet 8 Wochen im April und Mai im Sozialdorf.

Mit Unterstützung der Deutschen Botschaft Bischkek wird eine Sommerküche gebaut. Hier können die Bewohner*innen Schutz vor der starken Sonne finden. Traditionell kochen und essen Kirgis*innen im Sommer draußen.

Jürgen-Sommerküche

Es leben jetzt 16 Bewohner*innen im Sozialdorf Manas – allesamt junge, erwachsene Menschen mit Behinderung. Sie arbeiten in den Bereichen Filzwerkstatt, Haus- und Landwirtschaft und wir können deutlich beobachten, wie die Bewohner*innen sich entwickeln.

Im August 2013 kommen Lena und Cassandra ins Sozialdorf um ein Freiwilliges-Soziales-Jahr zu machen. Sie sind die ersten beiden Freiwilligen, die über das waeltwaerts-Programm ins Sozialdorf kommen und ein ganzes Jahr bleiben. Die Bewohner*innen freuen sich sehr über die motivierten Freiwilligen, “ihre” Freiwilligen, die sich rührend um sie kümmern.

Lena-Cassandra

2012

Wir können das lang ersehnte zweite Wohnhauses mit Filzwerkstatt bauen – in Zusammenarbeit mit dem deutschen BMZ und den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners. Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr, nach einem besonders harten Winter.

Bau-gesamt

Gulja unsere Projektleiterin konnte begleitet von ihrem Sohn Talaay eine Deutschlandreise antreten. Ihr großer Wunsch war es nochmal in einer deutschen Einrichtung für Menschen mit Behinderung zu hospitieren und ihre Fragen zur Arbeit stellen zu können. Dank Susanne Ganten und Bernhard Baumann-Ickes von den Gemeinschaften Weckelweiler konnten die beiden Kirgis*innen zwei Wochen ohne großen Aufwand in den Werkstätten der Hubertusmühle verbringen.

Im Sommer 2012 haben wir, Laurens Krämer, Catarina von Wedemeyer, Talaay Ismaelbekov und Bigi Möhrle den Sprinter in einer dreieinhalb wöchigen Tour ins Sozialdorf nach Murake gefahren. Die Freude im Sozialdorf war riesengroß: Endlich können die Bewohner*innen problemlos zu ihren Terminen, wie z.B. zu Ärzt*innen, fahren.

Sprintertour

Inga Dietrich und Julia Lindig zwei sehr engagierte Frauen aus Berlin haben im Oktober ihre erste Reise ins Sozialdorf unternommen. Sie planen ein deutsch-kirgisisches Theaterprojekt mit unseren Bewohner*innen. Für diesen außergewöhnlichen Impuls sind wir sehr, sehr dankbar und freuen uns über die Tatkraft. Die ersten Proben werden im Juni 2013 in Kirgistan stattfinden.

2011

Planung und Fundraising für das zweite Wohnhauses mit Filzwerkstatt. In Zusammenarbeit mit den Freunden der Erziehungskunst Rudolf Steiners wird ein Antrag auf Förderung des Projekts beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gestellt und auch bewilligt. Die Laufzeit des Projekts: zwei Jahre.

Planungen-2.Wohnhaus

Suche nach einem behindertengerechten Transportfahrzeug. Ende 2011 können wir endlich einen behindertengerechten Mercedes Sprinter kaufen. Das Ravensburger Berufsbildungswerk Adolf Aich (BBW) hat mit seinen Lehrlingen für eine neue, kostenlose Lackierung gesorgt, die Mercedes Werkstatt Ravensburg als Sponsor das Fahrzeug kostenlos durchgecheckt. Zu guter Letzt hat die Grafikerin Eva Engler als Spende eine Fahrzeugbeschriftung erstellt, so dass der Sprinter als Fahrzeug des Sozialdorf Manas erkenntlich ist.

Sprinter-1

2010

Fertigstellung und Einzug der Wohngruppe in das erste, eigene, neugebaute Wohnhaus des Sozialdorf Manas.

Gesamtbild-Einweihung

2009

1. Haus: Grundsteinlegung und Beginn des Baus eines ersten Wohnhauses auf dem erworbenen Grundstück. Es entsteht Wohnraum für sechs Bewohner*innen, Menschen mit Behinderung. Ermöglicht wird der Bau durch Spenden aus Deuschland und durch die Unterstützung der Deutsche Botschaft in Bischkek.

Gesamtbild-Grundstein-Bau_2009

2008

Testweise: Verkauf eigener Filzprodukte aus dem Sozialdorf auf einem Adventsbasar in Deutschland. Der komplette Erlös geht an das Sozialdorf zurück.

20150424_BMO7664_kl

2007

Kauf eines eigenen Grundstücks (~1,2 ha). Hier soll das Sozialdorf Manas entstehen, mit Wohnhäusern und Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Grundstück

2006

Erste Wohngruppe: Anmietung und Bezug des ersten Wohnhauses in Murake* für eine Gruppe von 6 Menschen mit Behinderung und Auswahl der Hauseltern.

Kauf der ersten Kuh mit Kalb mit der Spende einer norwegischen Camphill-Einrichtung.

Montage

Auf Anfrage der Elterninitiative aus Kirgistan: Gründung des Förderverein Sozialdorf Manas e.V. in Freiburg.

*Murake ist ein etwa 60 km westlich der kirgisischen Hauptstadt Bischkek gelegenes Dorf. Es ist das Heimatdorf von Gulja Takyrbascheva, der Projektleiterin des Sozialdorf Manas und hat eine sehr wohlwollende und hilfsbereite Gemeinde.

2004

Elterninitiative Sozialdorf Manas: Gründung der Öffentlichen Vereinigung „Sozialdorf Manas“ in Kirgistan.

2004 gründen Eltern, deren Kinder im Kinderzentrum Nadjeshda* zur Schule gehen, die Öffentliche Vereinigung Sozialdorf Manas, eine nach kirgisischem Recht gemeinnützige Organisation. Sie engagieren sich für den Aufbau eines Sozialdorfes für ihre heranwachsenden Kinder.
Gulja_2006

*Nadjeschda ist ein 1989 von der in Kirgisien lebenden Deutschen Karla Maria Schälike und ihrem kirgisischen Mann Igor Schälike gegründete Kinderrehabilitationszentrum. Das Zentrum ist eine Einrichtung für Kinder mit Behinderung. Nadjeschda stand Pate bei der Gründung des Sozialdorf Manas und hat die Menschen zusammengebracht, die bis heute im Förderverein aktiv sind.

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